Veranstaltungen der DFG Jena e.V.
2024 

 


 

 

Dienstag, 09.04.2024, 18.00 Uhr

 

 Thüringer Landesbibliothek,
Bibliotheksplatz 2, Versammlungsraum

 

Vortrag von Prof. Dr. Matthias Asche
(Universität Potsdam)
„Des Ersten Tod, des Zweiten Not, des Dritten Brot“

 

Dienstag20.02.2024, 18.00 Uhr


Kino am Markt, Jena

 

Filmabend

Gezeigt wurde die Komödie „Die einfachen Dinge“

Kurzinhalt:
Der Unternehmer Vincent Delcourt sitzt nach einer Autopanne mitten im Gebirge fest. Der etwas grummelige Pierre gabelt ihn auf und bringt ihn auf seinen einsam gelegenen Hof. Dort wird er mit der vielleicht wichtigsten Frage konfrontiert: Ist er eigentlich glücklich? Er erkennt, dass er eine Pause vom Hochleistungsleben braucht und hat auch schon eine Idee, wo er sie verbringen möchte – und mit wem …

Das war ein sehr gelungener Film-Abend, der allen Teilnehmern sehr gut gefallen hat.


 

 

Donnerstag, 01.02.2024, 14.00 Uhr

 

 Romantikerhaus Jena,
Unterm Markt 12A, 07743 Jena

 

Führung durch die Ausstellung
"Französische Druckgraphik des 19. Jahrhunderts"

 

Prof. Dr. Asche präsentierte exemplarische Ausschnitte aus der immensen Spannbreite der Wanderungsformen von und nach Deutschland in der Frühen Neuzeit (16. bis 18. Jahrhundert).

Der Vortrag beschäftigte sich mit drei Haupttypen frühneuzeitlicher Migration:

Ø  Markt- und lebensweltbedingte Migration (u.a. Heiratswanderungen, Arbeitsmigranten)

Ø  Erzwungene und unfreiwillige Emigration (u.a. religiös bedingte Zuwanderungen, etwa der Hugenotten und Herrnhuter)

Ø  Geförderte und gelenkte Immigration (u.a. Maßnahmen in Preußen, Russland, Amerika-Auswanderung).

 

In der historischen Migrationsforschung wird betont, dass die traditionelle Vorstellung von der Immobilität der vormodernen Gesellschaft nicht zutrifft. Vielmehr muss von hoher Mobilität innerhalb der Altständischen Gesellschaft ausgegangen werden, wobei oft räumlich-geographische Mobilität Voraussetzung für soziale Mobilität war. Die Neigung, den Heimatort oder gar das Heimatland zu verlassen, war stärker verbreitet als bisher angenommen. Bei aller Lückenhaftigkeit der zur Verfügung stehenden Quellen des „Vorstatistischen Zeitalters“ zeigen vorsichtige Schätzungen, dass ein Drittel oder gar die Hälfte der deutschsprachigen Bevölkerung im 18. Jahrhundert mindestens einmal im Leben den Wohnort gewechselt hat. Dennoch nahmen sich – verglichen mit den Massenwanderungen des 19. und 20. Jahrhunderts – freilich selbst die großen Migrationsbewegungen des Vorindustriellen Zeitalters quantitativ marginal aus. Aus der immensen Spannbreite frühneuzeitlicher Wanderungsformen von und nach Mitteleuropa werden exemplarische Ausschnitte präsentiert und typologisiert.


 

 

Montag, 11.03. 2024  18.30 Uhr

 

Institut für Interkulturelle Kommunikation
Jena,  Am Anger 32

 

Eindrücke aus der Picardie
AFAS Belleu und DFG Jena auf den Spuren französischer Sprache und Literatur

 

Die Mitreisenden berichten mittels Lichtbildervortrages über die vom deutsch-französischem Bürgerfonds geförderte Reise in die Picardie.
11 Mitglieder der Gesellschaft waren zu Gast bei der AFAS in Belleu und haben viel Wissenswertes und interessante Eindrücke mitgebracht.

Bei einem gemeinsamen „Gläschen“ kam es zu einem angeregten Erlebnis-Austausch.


Als zusätzliche Veranstaltung der DFG-Jena wurde der Besuch der Sonder-Ausstellung
als Gruppenführung organisiert:

     Es fanden sich 14 interessierte vor dem Romantikerhaus ein

     und folgten den Erklärungen der Führung aufmerksam.

 

     Mit viel Enthusiasmus  erklärte uns Herr Max Pommer wie Jena um 1800 zum intellektuellen
     Zentrum innerhalb der deutschsprachigen Länder wurde.

 

Er erläuterte:

 " Hier haben die Frühromantiker den Blütenstaub ihres rebellischen Denkens in die Welt geblasen.
   Er fiel auf fruchtbaren Boden und wuchs zu jenem Wald der Romantik empor, der die europäische
   Kulturgeschichte nachhaltig prägte. Seine Wurzeln reichen tief in die Vergangenheit, doch seine Blätter
   berühren unser Denken und Handeln noch heute.
"

  

    

Die Romantik, die erstmals um 1800 als Ästhetik in der Literaturkritik definiert wurde, gewann in den frühen Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts
als künstlerische Bewegung in Frankreich und Großbritannien Bedeutung und blühte bis Mitte des Jahrhunderts auf. Mit seiner Betonung der
Phantasie und Emotion entstand die Romantik als Antwort auf die Desillusionierung mit den Werten der Aufklärung von Vernunft und Ordnung
nach der Französischen Revolution von 1789. Bedeutende Vertreter waren Théodore Géricault und Eugéne Delacroix, von denen Exponate
aus einer Privatsammlung zu sehen sind.

 

"Macbeth konsultiert die Hexen" ist einer der markantesten Drucke von Delacroix, 1825 entstanden,
das von Shakespeare inspiriert wurde.

 

        

                                                                                          Artillerieoffizier und kämpfender Türke sind beeindruckende Lithografien
                                                                                          von
Théodore Géricault

 

Die Ausstellung, die noch bis zum 25. Februar 2024 gezeigt wird, ist entstanden als Ausstellungskooperation
mit der 'Forschungsstelle Europäische Romantik' der Universität Jena und sehr sehenswert.